sobeautyful.

Wir tauschen unsre DNA und wir zeugen Krieger!

Navi

o1 Alter Strand. anfahrtsweg. der erste blick aufs meer. sonnenplatz. das beste bier der welt. zwischen den dünen. sonnenuntergang. rücktour.

o2 Credits design

Der Brief den ich nie schrieb

Songtext © by Doreen


Ein kalter Septembermorgen.
Die Sonne blinzelt duch die Bäume vor meinem Haus. Trotzdem ist es bitter kalt.
Ich verstehe nicht, dass du gehen musst.

"Ach Süßer, wir sehen uns doch in einer Woche...", hast du zu mir gesagt.
"Ja wir sehen uns...", flüstere ich und drücke dich an mich.

Deine dunklen Locken fallen über deinen roten Mantel. Deine grünen Augen leuten mich an.
Du bist es. Die Liebe meines Lebens.

"Pass gut auf dich auf... und auf unser Baby."
Ich ziehe deinen Pullover ein Stück hoch und lege meine Hand auf deinen Bauch.

Lange kann es nicht mehr dauern. Zwei, drei Wochen. Dann sind wir zu dritt. Dann ist unser Leben perfekt. Ich küsse dich noch einmal und begleite dich nach draußen zu deinem Auto. Bevor du einsteigst, drückst du mich ein letztes Mal an dich.


Der Brief den ich nie schrieb,
er würde dir erzählen,
wie sehr mir deine Blicke
und deine Worte fehlen.
Der Brief den ich nie schrieb,
er würde dir berichten,
von all meinen Gedanken,
in Bildern und Gedichten.
Du bist nicht hier,
weit weg von mir,
was ist geschehen???
Deine Zeit war aufgebraucht,
wir wollten es nicht sehen.


"Ich liebe dich...", flüsterst du und steigst ein.
Ich habe kein gutes Gefühl.
Jetzt fährst du allein zu deiner Mutter. 300 Kilometer entfernt. Warum musst du jetzt fahren? Warum kannst du nicht bei mir sein? Wenigstens so lange, bis unser Baby da ist. Warum kommt deine Mutter nicht her?
Ich weiß, sie hasst mich. Dabei kennst sie mich kaum. Unser ersten Treffen war eine Katastrophe.
Ich bin doch nur der schräge Clown für sie. Der Verrückte, der ihre 18-jährige Tochter geschwängert hat. Viel zu früh in ihren Augen.
Vielleicht sind wir jung - aber wir schaffen das. Ich werde ein guter Vater sein - und du eine gute Mutter....

Du fährst los. Willst mich anrufen von unterwegs. Ich gehe wieder ins Haus. Es ist so leer ohne dich. So kalt. So still. Es ist früh. Was mache ich jetzt?
Ich laufe im Zimmer auf und ab - lege mich dann auf das Sofa. Meine Gedanken sind bei dir.

Sommer 2004. Wir liegen auf der Wiese. Die Sonne brennt. Wir liegen zusammen, genießen, dass wir Zeit miteinander verbringen können. Es ist selten. Du bist immer viel zu weit von mir weg. Willst dein Abitur machen. Aber jetzt hast du Ferien. Zeit für mich - Zeit um bei mir zu sein. Du beugst dich über mich. hast ein Gänseblümchen im Haar.Deine Locken kitzeln mein Gesicht. Du lachst. Dann gibst du mir einen Kuss auf die Nasenspitze. Bist süße 17. Du bist meine Prinzessin...  

Und dieser Brief den ich nie schrieb,
ist auf dem Weg zu dir,
wenn wir uns einmal wieder sehen,
dann trag ich ihn bei mir
und jedes Wort wird wach
das schon solange in mir schlief.....
Ich liebe dich das steht in diesem Brief.
 


Ich werde müde. Die letzte Nacht, habe ich dich nur angesehen - ich habe nicht geschlafen. Wollte dich solange es geht spüren. Ich fühle immernoch den Babybauch.

März 2005. Ostern bin ich bei dir. Am Tag, bevor ich zu dir fahre, reden wir ewig lange am Telefon. Ich freue mich auf dich. Und du hast gesagt, dass du mit mir reden musst. Du bist so ernst dabei. Es ist komisch. Ich habe angst, angst dich zu verlieren. Dann sagst du mir, dass du schwanger bist. Ich denke, ich höre nicht richtig. Ein Baby. Du bekommst ein Baby. Nein wir bekommen ein Baby. Ich bin glücklich.

Gegen 10.00 Uhr werde ich vom Klingeln des Telefons geweckt. Ich fahre erschrocken hoch. Greife zum Hörer.
"Hallo?"
Was danach passiert, verläuft wie in Trance.
Ich renne ins Schlafzimmer.
Schnappe meine Tasche.
Schmeiße die Haustür zu.
Spring ins Auto und rase los.
Eine Stunde und 20 Minuten später komme ich in der Klinik an.

Der Brief den ich nie schrieb,
erreicht dich in den Träumen,
und lässt die Dinge zu,
die wir bei Tag versäumen,
egal was ich dir sagen will,
es ist schon lang zu spät,
denn die Uhr die unser Leben zeigt,
wird nicht zurück gedreht.
Du bist nicht hier,
weit weg von mir,
warum musstest du gehen???
Deine Zeit war aufgebraucht,
wir wollten es nicht sehen.
 


Ich renne die Stationen entlang.
Wo bist du?
Eine Schwester erkennt mich und hält mich auf.
"Ja..." Ich keuche. Bekomme kaum noch Luft.
"Bitte folgen sie mir."
Sie ist kalt. Eiskalt.
"Ist, ist was mit dem Baby...?"
Ich frage immer wieder.
Keine Reaktion.

Ein Mann im weißen Kittel kommt auf mich zu.
"Ich muss ihnen eine traurige Nachricht überbringen..."
Nein, ich will nichts hören. Ich will zu dir.

"Ihre Freundin... Sie hatte einen schweren Autounfall. Ein Geisterfahrer. Sie hatte keine Schuld. Sie konnte nicht ausweichen...."
"Neeein..."
Er darf nicht weiter reden. Wir hatten doch so viel vor.
"Das andere Auto hat sie frontal gerammt. Sie... sie liegt im Koma..."
"Ich will zu ihr."
DIe restlichen Worte des Artzes prallen an mir ab. Ich stehe vor deinem Bett.
Du liegst da, als ob du schläfst.
Eine große Schramme auf deiner Strin und unmengen Geräte.
Es piept unermüdlich.

Ich sitze den ganzen Tag bei dir. Die ganze Nacht.
Du musst aufwachen, hörst du?
Lebensgefährlich. Niemand weiß ob du es schaffst. Ich bete für dich.
Die Müdigkeit übermannt mich. Ich nicke ein.

Werde von schrillem Tönen gewckt.
Es piept.
Drönt in meinem Kopf.
Ich renne auf den Flur.
Rufe nach dem Artz.
Er kommt.
Sie nehmen dich mit.

Und dieser Brief den ich nie schrieb,
ist auf dem Weg zu dir,
wenn wir uns einmal wieder sehen,
dann trag ich ihn bei mir
und jedes Wort wird wach
das schon solange in mir schlief.....
Ich liebe dich das steht in diesem Brief.
Ich liebe dich das steht in diesem Brief.
 


"Not-OP.", höre ich die Schwester sagen.
Bleib bei mir. Geh nicht weg.

Sie nehmen dich mir weg. Ich stehe im Flur. Bin am Ende. Ich liebe dich doch!
Ich sinke an die Wand gelehnt zu Boden. Breche in Tränen aus.
Es darf nicht vorbei sein.
Du schaffst das. Du bist stark.
Die Stunden vergehen. Es wird schon wieder hell draußen.
Dann öffnet sich die Tür vom Operationsbereich. Der Arzt kommt herraus. Auf dem Arm ein Bündel.
Er lächelt mich an.
Hat sie es geschafft?
Ich springe auf. Alles dreht sich. Ist schwarz. Nur für Sekunden.

"Was ist mit ihr?"
Er zeigt auf das Bündel.
Ein Baby.
"Wir... wir konnten nichts mehr für ihre Freundin tun...", sagt er leise.
"Aber, wir konnten das Baby retten. Es ist ein Mädchen. Zwar ist sie gute vier Wochen zu früh, aber ihr geht es nach all dem gut..."
Er hält mir das Bündel hin. Dicke Tränen rollen über meine Wangen.
"Darf ich zu ihr?"
Er nickt.
Ich komme zu dir.
Du liegst noch auf dem OP Tisch. Ein Tuch über dem Kopf. Dieser Anblick. Ich kann nicht. Dass ist alles nur ein Böser Traum.
Ich streife das Tuch nach hinten. Wieder kullert eine Träne über meine Wange. Du bist so schön.
Ich streiche mit der Hand über deine Wange. Sehe unser Baby an.
Du wärst so stolz.

Auch wenn meine Worte,
in Dunkelheit verschwinden,
ich bete das sie dich,
in einem anderen Leben finden,
der Brief den es nicht gibt,
dann werde ich ihn schreiben
und keines dieser Worte wird dir verborgen bleiben.
Dieser Brief den ich nie schrieb,
ist auf dem Weg zu dir,
wenn wir uns einmal wieder sehen,
dann trag ich ihn bei mir
und jedes Wort wird wach
das schon solange in mir schlief.....
Ich liebe dich das steht in diesem Brief.
Ich liebe dich das steht in diesem Brief.
 

Warum?
Ich kann es nicht glauben. Will es einfach nicht wahr haben.
Was ist dass für ein Schicksal?
Es war damals schon alles so schwer. Du. Die Pressse, die unsere Beziehung zerpflückt hat. Wir haben es ausgehalten. haben es allen gezeigt. Und als dann irgendwe, dass mit dem Baby ausgeplaudert hat - ging eine weitere Schlammschlacht los. Warum haben wir es so schwer gehabt? Warum gönnt niemand uns unser Glück?
Kann ich ohne dich leben?
Niemals.
Aber du lebst mit mir.
Lebst in meinem Herzen.
Und in unserer Tochter weiter. Ich werde ihr erzählen, was für eine tolle Frau du warst. Sie soll so werden wie du.
Sie wird deinen namen tragen - du bist für immer bei mir. Ganz tief in meinem Herzen. Ich weiß es.
Die kleine lächelt mich an.
Ich möchte, dass du weißt, dass ich dich über alles liebe...

 

{PLACE_POEWEREDBY}
Gratis bloggen bei
myblog.de