sobeautyful.

Wir tauschen unsre DNA und wir zeugen Krieger!

Navi

o1 Alter Strand. anfahrtsweg. der erste blick aufs meer. sonnenplatz. das beste bier der welt. zwischen den dünen. sonnenuntergang. rücktour.

o2 Credits design

Behind These Hazel Eyes



Songtext © by Kelly Clarkson

Ich halte meine Teetasse in der Hand. Geruch von Grünem Tee mit Vanille liegt in der Luft. Vanille. Das erinnert mich an dich. An uns.

Seems like just yesterday
You were a part of me
I used to stand so tall
I used to be so strong
Your arms around me tight
Everything it felt so right
Unbreakable like nothing could go wrong


Meine Hände zittern, als ich die Tasse zum Mund führe. Der Schluck, der meine Lippen berührt möchte nicht weiter. Es läuft meine Mundwinkel entlang, tropft auf mein T-Shirt. Ich habe hellgrüne Flecken auf meinem weißen T-Shirt.

Now I can't breath
No I can't sleep
I'm barely hanging on


Alles nur wegen dir. Ich schaffe es nicht ohne dich. Wie kann mein Leben noch einen Sinn haben, wenn du nicht bei mir bist? Ich fühle mich so leer. In der Nacht liege ich wach, weil ich an dich denken muss. Das Herz scheint in meiner Brust zu zerspringen, nur weil du nicht bei mir bist. Mama sagt, meine Augen sind leer. Sie sagt ich bin anders geworden. Ich sei nicht mehr ich selbst. Ich bin es auch nicht. Zu schwer ist das alles zu verkraften. Wie geht es dir dabei?

Here I am once again
I'm torn into pieces
Can't deny it can't pretend
Just thought you are the one
Broken up deep inside
But you won't get to see the tears I cry
Behind these hazel eyes


Eine einzelne Träne rollt über meine Wange. Hier bin ich! Siehst du mich? Siehst du wie ich bin? Jetzt. Ich kann nicht mehr. Ich kann es nicht verstecken, nicht verbergen. Ich habe es versucht. Wollte stark sein. Ich bin nicht mehr stark. Ich war nie stark. Habe in meine Kissen geweint. Heimlich. Niemand hat meine Tränen gesehen. Du warst der Eine.

I told you everything
Opened up and and let you in
You made me feel alright
For once in my life
Now all that's left on me
Is what I pretend to be
So together
But so broken up inside



Du warst mein Leben. Vorher, ohne dich, war mein Leben ein Chaos. Mama war nie da, wenn ich sie brauchte. Papa hat sich, als ich 13 war, verpisst. Ich habe alleine gekämpft. Habe mir eine Maske aufgebaut. Dann habe ich dich getroffen. Ich war 18 - du 20. Du warst meine große Liebe. Nein, du bist es immer noch. Ich begann ein wirkliches Leben. Ein Leben mit dir. Auch wenn es schwer war. Du warst nicht wie andere. Du warst, anders... So jemanden wie dich hatte ich vorher noch nie getroffen. Du warst wie ich, und doch nicht wie ich. Dein Leben war meinem ähnlich. Deine Mama säuft, schlägt dich, ist nie für dich da. Dein Vater hat ebenfalls eine andere. Wie konnten wir uns treffen? So verschieden und doch so gleich? Ich habe dir alles erzählt - du hast mir alles erzählt. Wir waren Freunde, Seelenverwandte... und dann hast du mich geküßt. Mich mit deinen haselnußbraunen Augen angesehen. Wir wußten, was wir wollten.

Now I can't breath
No I can't sleep
I'm barely hanging on


Ich muss raus hier. Raus. Weg von dem Ort, an dem mich alles an dich erinnert. Ich springe auf. Die Tasse kippt um, landet auf dem weißen Teppich, auf dem wir so oft gelegen sind. Die hellgrüne Flüßigkeit bahnt sich ihren Weg, zieht ein. Der Vanille-Duft in meiner Nase macht mich verrückt. Ich stürze auf den Flur, ziehe meine Jeansjacke an, schlüpfe in meine Turnschuhe. Dabei angele ich nach meiner Tasche, nach meinem Wohnungsschlüßel. Ich schmeiße die Haustür hinter mir zu, renne das Treppenhaus nach unten.

Here I am once again
I'm torn into pieces
Can't deny it can't pretend
Just thought you are the one
Broken up deep inside
But you won't get to see the tears I cry
Behind these hazel eyes


Es regnet in Ströhmen. Nichts sonderbares für November. Mir egal. Ich laufe langsam durch den Regen. Schritt um Schritt. Meine Wohnung, in einem mieserabelen Teil der Stadt - ich sollte angst haben. Ich bin noch nicht mal fünf Minuten hier draußen, aber meine Jeansjacke ist durch naß. Meine Haare, die bis eben gut gekämmt über meine Schultern hingen, liegen jetzt eng an mein Gesicht gepresst. Sie tropfen... kleben. Mir ist kalt. Aber ich will jetzt nicht rein. Ich will hier draußen bleiben. mich auflösen. Warum bin ich nicht aus Zucker? Dann würde der Regen mich durchweichen und auf die Straße spühlen. Dann wäre ich weg von dieser Welt. Hätte keine Probleme mehr. Du wärst vergessen.
Ich will nirgendwo hin. Die Dunkelheit hat mich eingeschloßen. Ganz weit weg sehe ich eine Straßenlaterne. Ihr Licht spielt mit den Regentropfen. Ich brauche kein Licht. Ich fühle mich hier geborgen. Dieser Ort macht so vielen Menschen angst, warum nicht mir?

Vor mir. Gegenüber von mir. An der Laterne. Es kommt auf mich zu. Langsam mit gesenktem Kopf. Keine fünf Meter ist er von mir entfernt. Wer ist das? Angst was ist das? Ich trete einen Schritt näher. Mein Gegenüber hat seine Hände zu Fäusten geballt. Sollte ich nicht spätestens jetzt angst bekommen? Ein komisches Gefühl haben? Nein! Bei mir ist alles in Ordnung, im Gegenteil. Diese Situation ist mir so... vertraut. Ich möchte wissen, warum er die Fäuste ballt. Ich weiß, dass es ein "er" ist. Obwohl er eine gelbe Jacke trägt, sehe ich seine breiten Schultern. Nicht so breit, wie bei einem dieser Möchte-Gern-machos. Nein, es sind Schultern, die zaghaft sind, die, an die man sich gern anlehnen würde. Sein Kopf ist immer noch gesenkt. Er sieht mich nicht an. Sein dunkles, kurzes Haar klebt an seiner Stirn.
Eine weitere Träne kullert über meine Wange. Wie viele habe ich jetzt, seit ich die Wohnung verlassen habe, vergossen? Wieviele, seit du weg bist?

Swallowme then spit me out
For hating you, I blame myself
Seeing you it kills me now
No I don't cry
On the outside anymore, anymore


Er hebt seinen Kopf. Auf seinen Brillengläser sind unzählige Tropfen. Er sieht mich an. Du siehst mich an. Sieht er mich noch? Siehst du mich noch? Wir sehen uns an. Gehen aufeinander zu, bis uns nur noch wenige Zentimeter trennen. Nein, ich will nicht vor dir weinen. Ich wische mit einer Hand über meine Wange. Unsere Blicke halten stand.
Denkt er, denkst du das gleiche? Deine Augen, sie spiegeln Leere. Sie sind leer. Leere, Trauer, Wut, Verzweiflung... Angst.
Was machst du hier? Warum bist du hier? Warum, wenn ich an dich denken muss? Warum, wenn ich grade draußen bin? Warum?
Weißt du was ich am liebsten machen würde? Dir in die Arme fallen, dich küssen, so wie früher. Aber ich tue es nicht. Es wäre das letzte! Verstehst du? Ich kann nicht mehr, du machst mich kaputt, auch wenn ich es schon bin.
"Es, es tut mir alles so schrecklich Leid...", flüsterst du, kaum lauter als der Regen, der uns umgibt.
"Verschwinde...", sage ich leise.
"Aber...", du siehst mich an. Deine Augen glitzern.
"Verschwinde, ich will dich nie wieder sehen!", ich schreie dich an. Meine Augen sehen vermutlich schlimmer aus als deine.
Wenn du jetzt nicht gehst, kann ich für nichts garantieren. Ich will nicht noch einen solchen Fehler begehen.
Bitte. Ich zittere. Es ist nicht mehr die Kälte, du bist es, der meinen Körper zum beben bringt.
Sie mich nicht so an. Verschwinde, verschwinde aus meinem Herzen. Ich bin in Stücke zerissen.
Geh, und nimm deine haselnussbraunen Augen mit. Ich zerbreche, von Innen nach Außen, wenn du bei mir bist, und wenn du gehst.
"Geh.", sage ich und du gehst.

Here I am once again
I'm torn into pieces
Can't deny it can't pretend
Just thought you are the one
Broken up deep inside
But you won't get to see the tears I cry
Behind these hazel eyes

{PLACE_POEWEREDBY}
Gratis bloggen bei
myblog.de