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Wir tauschen unsre DNA und wir zeugen Krieger!

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o1 Alter Strand. anfahrtsweg. der erste blick aufs meer. sonnenplatz. das beste bier der welt. zwischen den dünen. sonnenuntergang. rücktour.

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Daddys Eyes 2 - Ich stell mich an die nächste Wand...

 

...Ich springe von dem höchsten Turm. Monotonie, umgibt mich wie nie. Kein Zweifel heute wirds geschehn, ich werde ne Tablette nehm...

Gegen 7 Uhr früh werde ich wach. Viel zu früh. Warum kann ich nicht mehr schlafen, wenn ich mal nichts vor hab? Sonst bin cih doch auch immer müde? Ich drehe meinen Kopf zur Seite. "Aua." Ein stechender Schmerz in meinem Kopf. ´Nicht schon wieder!´, murmle ich und quäle mich aus dem Bett direkt ins Badezimmer.
Der Tablettenschrank. Hastig durchsuche ich alles nach Schmerztabletten. Da sind sie ja. Ich drücke eine aus der Verpackung, stecke sie in den Mund. Dann drehe ich den Wasserhahn auf und halte meinen Mund darunter.
So jetzt verzieht euch, ihr dähmlichen Kopfschmerzen!
Ich tapse zurück ins Bett und ziehe die Decke über meinen Kopf.
Gegen 10 Uhr werde ich abermals wach. Es geht doch, mal etwas später.
Einigermaßen gut gelaunt hiefe ich mcih aus dem Bett. Auf dem Weg durchs Wohnzimmer in die Küche stelle ich fest, dass Mama arbeiten ist. Wieder Wochenenddienst.
"Könntest du bitte den Abwasch machen?", steht auf dem Zettel.
Alles klar - später.
Ich lege eine Scheibe Toast in das fast gleichnamige Gerät und gehe ins Bad.
Waschen, Zähneputzen - Haare kämmen. Wieder sehe ich diese grünen Augen mit den braunen Punkten vor mir. Ich schüttle den Kopf. Mein Pony legt sich wirr über meine Stirn. Die restlichen Haare verknote ich zu einem Zopf-ähnlichem Gebilde.
Dann wandere ich in die Küche. Der Toast ist schon längst ausgehüpft.

"Kommst du Abendbrot essen?", ruft mein Opa nach draußen. Warum jetzt? Ich saß mit Isi im Sandkasten - wir haben garde Restaurante gespielt. Schnell verabschiede ich mich von Isi und renne in die Küche. Mama hat mal wieder Spätschicht und ist erst wieder zu Hause, wenn ich schon schlafe.
In der Küche duftet es nach Rüherei. Lecker. "Geh dir bitte erst die Hände waschen.", lächelt meine Oma. Ich gehe an die Spühle. Stelle mich auf Zehenspitzen - ich komm grade so ran. Das kallte Wasser läuft über meine kleinen Hände. Ich bin 5. Dann setze ich mich an den Tisch. Oma hat schon ein Brot für mich gemacht - mit Rüherei. Genüßlich stopfe ich das Ding in mich hinein - so schmeckt Liebe.


Ich schüttel mich kurz. Der Toast wandert in den Müll. Ich drehe das heiße Wasser der Spühle auf. Jetzt komme ich gut dran - ich bin auch 12 Jahre älter. 12 Jahre liegen zwischen diesem Gedanken.
Danach öffne ich den Kühlschrank und nehme ein Päckchen Milch herraus, gieße es in eine Tasse.

Mit der Tasse gehe nach draußen auf die Terrasse. Die Sonne ziehlt mit ihren warmen Strahlen genau auf mich. Ich setze mich auf einen Stuhl, auf den anderen lege ich meine Beine. Kelly, mein Hund, kommt an, legt seine Pfoten auf meinen Oberschenkel. Meine Hand sucht ihr weiches Fell - ich schließe die Augen.

Mai 1997, ich bin 9. Grade kommen wir von Oma nach Hause. "Sag mal kleines, wenn du einen Hund haben könntest, würdest du dann lieber einen braun-bunten oder einen schwarzen haben?" Ich blinzle meine Mama mit großen Augen an. "Einen Hund?", frage ich leise. Sie nickt. "Einen bunten!", lächle ich.
27. August. Wir fahren meinen Hund holen. Ungeduldig sitze ich hinten im Auto und hibble herum. ALs wir aussteigen, begrüßt mein Opa den Mann. Ich stehe schüchtern hinter meiner Mama.
"Biene?", ruft der Mann. Ein großer brauner Hund kommt angerannt, dann ein kleinerer - ebenfalls braun. Als die beiden neben uns stehen, kommt ein kleiner weiß-brauner Fleck auf uns zu gerast. Das ist sie also? Sie springt ihre Mutter immer wieder an. Dann kommt sie zu mir. Ich knie mich hin. Sie kommt ganz nah ran und schleckt mir über mein Gesicht. Ich muss lachen.


Nachmittags sitze ich in meinem Zimmer - vor dem Computer. Grade hat mir eine Freundin eine E-Mail geschrieben. Ich bin dabei sie zu beantworten, als meine Mama ins Zimmer kommt.
"Hallo, ich bin wieder da!"
"Ich sehs. Ich dachte du bist nur bis halb vier arbeiten?"
"Du weißt ja, ich komm nie pünklich raus..."
"Jaja..."
"Hat Oma schon angerufen?"
"Nein!", und wenn hätte ich sofort wieder aufgelegt, nuschle ich.
"Dann werd ich mal runter fahren."
Ich nicke und shcicke die Mail ab.

Keine zwei Stunden später kommt meine Mama wieder ins Zimmer.
"Hier bitte, von Günther." Sie legt einen 100 Schein auf meinen Schreibtisch.
"Ich war grad bei Anneliese und..."
Den Rest, was sie mir erzält, nehme ich gar nicht mehr richtig wahr. Ich starre das Papier an.
Am liebsten, ja... Am liebsten hätte ich es auf der Stelle zerrissen.
Versteht er denn nicht? Kapiert ers denn nicht?

Nun sitz ich hier allein, und frag mich was so weh mir tut?
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