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Wir tauschen unsre DNA und wir zeugen Krieger!

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o1 Alter Strand. anfahrtsweg. der erste blick aufs meer. sonnenplatz. das beste bier der welt. zwischen den dünen. sonnenuntergang. rücktour.

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Freunde bleiben


 Songtext © by Revolverheld


Ich spüre einen leichten Luftzug. Wieder und wieder. Verschlafen öffene ich die Augen. Du stehst an deiner Seite des Bettes und glättest deine Decke.
Ich läche. "Gute Morgen."
"Morgen.", antwortst du.
Du bist anders heute. Siehst so anders aus. Deine Haare sind exakt gestylt. Ein kleiner Iro. So, wie du es zur Zeit immer hast. Jede Haarsträhne sitzt richtig an ihrem Platz.
"Warum bist du schon wach? Komm doch nochmal zu mir kuscheln.", ich hebe dabei meine Decke etwas.
"Nein, ich muss mit dir reden."
"Können wir das nicht beim Frühstück nachher besprechen?", erwiedere ich.
"Hab ich schon."
Leicht verwirrt sehe ich dich an. Was ist nur los? Du schaust, als ob jemand gestorben wäre.
Ich nicke.

Du siehst heute morgen anders aus
Und du wirkst auf einmal fremd
Du sagst die Luft bei uns ist längst schon raus
Das Bett auf deiner Seite ist gemacht
Allein gefrühstückt hast du auch
Ich glaube alles hier ist gut durchdacht


Ich ziehe meinen Bademantel über und folge dir in die Küche. Du stellst mir einen Kaffe hin.
Ich habe kein gutes Gefühl. Du bist mir auf einmal so fremd. Was ist los? Sprich doch endlich! Das Schweigen macht mir Angst.
"Ich..."

Alles dreht sich. Wie, wie kannst du nur? Wie kannst du das tun? Nach der langen Zeit, die wir zusammen verbracht haben?
"Daniel, bitte! Das kann nicht dein Ernst sein!", schreie ich dich an. Du sitzt ruhig auf dem Küchenstuhl. Ich laufe um den Küchentisch. Umklammere meinen Körper. Mir ist grade so kalt. Ich erfriere.
Das kann nicht wahr sein. Ich habe mein ganzes Leben für dich aufgegeben. Ich habe meine Heimat verlassen, habe eine Wohnung gemietet, um bei dir sein zu können.
Jetzt machst du auf einmal alles kaputt!
"Die Luft ist einfach raus. Das geht nicht mehr so weiter. Wir hatten eine schöne Zeit. Aber jetzt... Jetzt ist es vorbei... wir sehen uns bestimmt mal... irgendwie..."

Du sagst du hättest drüber nachgedacht
Und würdest alles jetzt verstehen
Und das es für dich keinen Sinn mehr macht
Du fragst wo wir uns denn mal wieder sehen
Vielleicht in irgendeinem Café
Es wäre für dich an der Zeit zu gehen


Tränen laufen über meine Wangen.

Und dann schaust du mir in mein Gesicht

"Ich hoffe ich verletzt dich nicht.", sagst du, und legst deine Hände auf meine Schultern.

Und sagst, "ich hoffe ich verletz dich nicht"

Ich schlage deine Hände weg. Gehe auf dich los. Trommle mit den Fäusten gegen deine Burst. Du gehst ein paar Schritte zurück. Versuchst meine Hände festzuhalten.
Dann drückst du mich gegen die Wand. Hältst mich fest.
Ich bekomme kaum noch Luft. Ich kann nur weinen. Kann das nicht alles nur ein böser Traum sein?
Bitte, ich will aufwachen!
Sein Satz hallt durch meinen Kopf. "Du hoffst das du mich nicht verletzt?"
Lächerlich... "Verschwinde!", sage ich ganz ruhig.
"Was?", du siehst mich an.
"Verschwinde! Verschwinde... Hau ab. Geh weg aus meinem Leben!", schreie ich.

Pack deine Sachen ein und raus
Du bist hier jetzt nicht mehr zu Haus
Und scheiß auf Freunde bleiben
Pack deine Sachen ein und raus
Du bist hier jetzt nicht mehr zu Haus
Und scheiß auf Freunde bleiben


"Bitte, lass mich doch erklären." Du versuchst zu reden. Zu erkären. Ich will doch nichts hören. ich will nichts mehr von dir wissen. Deine Freundschaft kannst du behalten. Ich brauche dich nicht. Ich werde unsere gemeinsame Zeit einfach vergessen!
"Ich werde die Stadt verlassen. Mir ein Haus in der nächsten Stadt kaufen. ich brauche Ruhe. Aber ich komme wieder, ich komme dich besuchen, echt."
Ich schüttle den Kopf. "Nein..."
"Ich ruf dich auch an..."
Das du dir alles so leicht machst!? Besuchen? Was ersetzt das unsere Liebe? Ich will dich! Ich will dich lieben. Aber du hast mit uns Schluss gemacht, ohne mit mir richtig zu reden. Vielleicht hätte es anderes sein können, wenn du mir gleich alles gesagt hättest, was du willst?
"Ich liebe dich doch...", flüstere ich und ersticke fast an meinen Tränen.

Du sagst dass du bald andere Freunde hast
Wenn du die Stadt verlässt
Du hättest bei mir viel zu viel verpasst
Du würdest sicher noch mal wieder kommen
Wann weißt du nicht genau
Es gibt ja aber auch noch Telefon


"Lass mich allein...", flüstere ich und sehe dich ein letztes Mal mit Tränen überströmten Gesicht an.
Dann laufe ich ins Badezimmer und drehe den Schüßel.
Ich lehne mit dem Rücken an der Tür, sinke langsam zu Boden. Mein Heulkrampf will nicht enden.

Minutenlang sitze ich auf den kalten Fliesen, nur mein rosa Bademantel schütz mich vor ihrer Kälte.
Ich rapple mich auf. Sehe in den Spiel. Seine meine roten Augen. Sehe die Tränen. Jede Träne hinterlässt Spuren. Mein Gesicht ist voller Spuren.
Mir schießt alles durch den Kopf. Unsere ganze gemiensame Zeit.
Du warst oft bei deinem Vater. Obwohl du schon 20 bist, wohnst du noch bei ihm. Aber eigentlich weiß ich doch, wo du wirklich warst.
Du warst oft nicht da, wenn ich angerufen habe. Deine Vater hat mir verwundert geantwortet, ob du nicht bei mir wärest. Ich weiß doch wo du warst.
Ich weiß, wem das Parfüm gehört hat, nach dem du morgens gerochen hast, als du zu mir kamst.
Ich weiß, wer an dein Handy geht, wenn du unter der Dusche bist.
Ich weiß, das du andere hast. Das du frei sein willst. Das du keine Enge erträgst. Ich weiß, dass du so eingeengt eingehst. Wie eine Blume ohne Wasser.
Ich wollte dich nicht einengen, ich habe dich gelassen.
Du kannst nicht treu sein.
Du wirst niemals nur einen Menschen lieben können, so sehr wie ich es tue.

Und wenn ich in mein Badezimmer geh'
Und deine Flecken an meinem Spiegel seh'
Dann merk ich dass ich mir nicht eingesteh'
Dass ich zwar nie richtig alleine war
Keinen Tag im letzten Jahr
Doch deine Liebe keine war

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